Ein Unglück erschüttert ein kleines Herz, die Welt scheint zusammenzubrechen. Doch unerwartete Hilfe kommt herbei und auf einmal ist alles wieder in Ordnung. Solch kleine Wunder wirken über Generationen hinweg.
Dem klanen Buam Gehör schenken
Ich darf dieses Lied in zwei Versionen vorstellen.
Der Text des Liedes
Jo, wos gibds denn dsum Rean, klana Bua,
dass’d do sidsd in da Sunn auf da Strossn
und mid Tränen im Gsicht, gonds falossn?
Hom di di Ötan ned gean?
Jo, es wohnt eam sei Ölend so tiaf,
goa ka Wuat hod a gredt, aussidruggd,
und sei Kumma, dea hod eam festghoidn.
Siagsd ned di dsittrign Händ?
Sei Pfeifal, dsabrochn, sei andsige Freid!
Und gschluchsdt hod dea Bua wia da Wöduntagong.
So seah is eam mittn im Summa dsum Rean.
Sei Pfeifal, des hod a goa gean.
Pfeifen.
So a Ölend, des hod ja a End.
Schau, da Grossfota hod eam scho gsuacht.
Wiaran findt in da Sunn auf da Strossn,
siacht a di dsittrign Händ.
Dei Pfeifal, dsabrochn, dei andsige Freid!
Und gschluchsdt hod dea Bua wia da Wöduntagong.
Do is ma glei söba im Summa dsum Rean,
den kla’an Buam, den hob i goa gean.
Jo, am Wegal, da wochsn die Staudn,
und a Haslnuss, dea is gschwind gschnidst.
Wia da klane Bua konn si aïnnan:
Auf amoi is des Pfeifal gonds grod.
Jo, di Staudn, des Wegal, gibts nimma.
Dea wos gread hod, dea Bua, dea bin i.
Drum pfeif i fia dKinda aa heit no dsum Drost
dem Grossfota sei Mölodie.
Pfeifen.
Drum pfeif i fia dKinda aa heit no dsum Drost
dem Grossfota sei Mölodie.
XAIPE, Stefan Vetter.
2024-07-14.
Anmerkungen
(1) Das Lied ist mit dem Texteintrag in meiner Kladde am 14. JUL 2024 „Ja, wos gibt’s denn zum Rean, klana Bua, dass da sitzt in da Sunn auf da Strossen?“ entstanden. An demselben Tag ist auch schon der Refrain das erste Mal erklungen, zunächst in F#-Dur. Bis zum 8.8.2024 habe dann den Text gesammelt, am 29.9.2024 habe ich die Reinschrift abgeschlossen.
(2) Einen transformativen Moment beschreibt Martin Tauss: „… wie ich als kleiner Bub das Radfahren lernte. Meine Großmutter ging mit mir …“ („Komplette Fülle der Erfahrung“. Die Furche 38, 19. September 2024, p. 23.)
Composition, recording, Zeichnung, Foto
(c) 2024 Stefan Vetter.
Die Aufnahme im Bockkeller hat mir freundlicherweise Frau Dr. Burian-Langegger zur Verfügung gestellt.
Über den Autor
Stefan Vetter komponiert und musiziert seit seinen Jugendjahren. Erst mit dem Jahr 2021 hat er begonnen, seine Lieder systematisch zu sortieren und so einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.